Dirk Schröter soll neuer Wiehagener Ortsvorsteher werden

Mit seiner Wahl tritt er die Nachfolge von Heinrich Koerdt an

01.10.2020

Dirk Schröter soll neuer Ortsvorsteher von Wiehagen werden. Das schlägt die CDU als Partei mit dem stärksten Kommunalwahlergebnis im Ortsteil dem Gemeinderat vor. Mit seiner Wahl wird Schröter die Nachfolge von Heinrich Koerdt antreten. Er ist der dienstälteste Ortsvorsteher in der Gemeinde und möchte nun nach 21 Jahren sein Amt in andere Hände geben. Die Frage der Nachfolge war bei einem Gespräch am Dienstagabend entschieden worden.

Die CDU hatte Personalwünsche aus der Bevölkerung aufgegriffen und sich mit den beiden besonders genannten Kandidaten zusammengesetzt: Knut Hornkamp und eben Dirk Schröter. „Es sind beides engagierte Vertreter Wiehagens“, würdigte CDU-Sprecher Fabri den Leumund und den Einsatz der Kandidaten für den Ortsteil.

Dirk Schröter sei auf Gut Scheda aufgewachsen. Der 63-Jährige setzt sich seit Jahren nicht zuletzt als Ratsmitglied für Wiehagen und für die gesamte Gemeinde ein. Auch Knut Hornkamp kennt Land und Leute, ist zudem als langjähriger Rathausmitarbeiter bestens vernetzt, überdies als Britzemeister in Amt und Würden, erklärte beim Gespräch am Dienstag aber, dass er den Ortsvorsteher-Posten nicht übernehmen wolle. Hornkamp verweist unter anderem auf die Kommunalwahl. „Dirk hat hier in Wiehagen für ein gutes Wahlergebnis gekämpft und ein tolles Resultat nach Hause gefahren. Dann gebührt ihm auch das Ortsvorsteheramt“, erläuterte Knut Hornkamp.

Dirk Schröter erklärte seine Bereitschaft, die Position zu bekleiden. Für CDU-Vorsitzenden Thomas Fabri ein klarer Fall: „Beide sind eine gute Wahl, nur entscheiden müssen die Leute selber“. Somit steht der Neuzugang im Quartett der heimische Ortsvorsteher fest. Bindeglied zwischen Ortsteil und Gemeinde Ihm zur Seite stehen in der neuen Legislaturperiode erfahrene Männer, die allesamt nun bereits seit elf Jahren die Aufgabe des Bindeglieds zwischen ihrem Ortsteil und der Gemeindeführung ausüben. „Ich stehe für eine weitere Amtszeit zur Verfügung“, heißt es stereotyp von Rainer Belz, Edmund Schmidt und Willi Eickhoff. Der heute 62-jährige Rainer Belz als Vertreter des größten Ortsteils Echthausen war 2009 und damit im Jahr des erneuten Wahlsiegs von Bürgermeister Hermann Arndt ebenso zum Ortsvorsteher gewählt worden, wie Edmund Schmidt für Wimbern und Willi Eickhoff für Schlückingen - beide heute 67 Jahre alt.

Belz hatte seinerzeit die Nachfolge von Franz-Josef Abendroth angetreten, Edmund Schmidt folgte Hans Regenhardt im Amt und Willi Eickhoff übernahm die Position von Heinz Steinhoff. „Ich hab’ das Alter“, zieht Heinrich Koerdt einen Schlussstrich unter sein über zwei Jahrzehnte währendes Engagement als Ortsvorsteher. Seit 1999 hatte der heute74-Jährige die Interessen Wiehagens in der Großgemeinde vertreten. Die große und viel beachtete 800-Jahr-Feier im Jahr 2002 sei eines der größeren Projekte in dieser Zeit gewesen, ebenso die Gründung des Vereins „Dorf Wiehagen“, dessen erster Vorsitzender Heinrich Koerdt war.

Weitere Projekte in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten waren etwa baulicher Natur. Die Prozessionskapelle, die Kriegergedächtniskapelle oder auch die Bergkapelle benennt Koerdt als Maßnahmen dieser Jahre. Er hatte 1999 die Position von Engelbert Gurka übernommen, der wiederum 5 Jahre zuvor als Wiehagens Ortsvorsteher Nachfolger von Fritz Arndt wurde. (…) Die Ortsvorsteher übernehmen eine wichtige Funktion als Bindeglied zwischen dem Ortsteil und der Kommune mit Verwaltung und Parlament. Die Partei mit den meisten Stimmen hat das Vorschlagsrecht. Die Wahl erfolgt durch den Gemeinderat, anschließend überreicht der Bürgermeister die Ernennungsurkunde für die kommenden fünf Jahre.

Text: Soester Anzeiger